Ratgeber · 4 Min. Lesezeit

Geschirr und Gläser einpacken, ohne dass etwas bricht

Illustration: Eine Frau wickelt ein Glas in Packpapier, im Karton stehen eingewickelte Teller hochkant.
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Zerbrochenes Geschirr ist der häufigste Umzugsschaden — und fast immer vermeidbar. Drei Dinge entscheiden: Teller stehen hochkant, jedes Teil ist einzeln gewickelt, und unten wie oben liegt eine dicke Polsterschicht.

Was du brauchst

  • Stabile, nicht zu große Kartons (2-wellig — bei Geschirr ist das kein Luxus)
  • Unbedrucktes Packpapier oder Zeitungspapier (Vorsicht: Druckerschwärze färbt auf weißes Porzellan ab)
  • Geschirrtücher, Handtücher, T-Shirts — kostenlos, müssen ohnehin mit und polstern hervorragend
  • Klebeband und einen dicken Marker

Schritt für Schritt

  1. Boden polsternFünf bis zehn Zentimeter zerknülltes Papier oder ein gefaltetes Handtuch. Das ist die Schicht, die den Stoß beim Absetzen abfängt — sie ist wichtiger als jedes Polster zwischen den Tellern.
  2. Teller einzeln wickeln, hochkant stellenJeden Teller in ein Blatt Papier einschlagen, dann alle hochkant nebeneinander stellen — wie Schallplatten. Ein liegender Stapel bricht beim ersten harten Absetzen durch das eigene Gewicht, hochkant hält er.
  3. Gläser einzeln, Stiel geschütztJedes Glas einzeln einwickeln, Stielgläser zusätzlich am Stiel. Gläser stehen aufrecht, nie auf der Seite und nie ineinander gestellt — ineinander verkantete Gläser bekommt man oft nur noch kaputt auseinander.
  4. Schweres unten, Leichtes obenTeller und Töpfe in die untere Hälfte, Tassen und Gläser darüber, ganz oben Schüsseln und Leichtes.
  5. Hohlräume füllenNichts darf wackeln. Schüttel den Karton vorsichtig — hörst du etwas klappern, fehlt Polster.
  6. Oben abschließen und beschriftenNoch eine Lage Polster, dann zukleben. An zwei Seiten: „Küche — Geschirr — ZERBRECHLICH“.

Die Sonderfälle

Das hier So geht es
Weingläser, Stielgläser Einzeln wickeln, aufrecht, mit viel Polster dazwischen. Am besten in einen eigenen, kleinen Karton.
Töpfe und Pfannen Dürfen ineinander, mit einem Geschirrtuch dazwischen. Deckel daneben, nicht drauf.
Messer Klinge in Pappe oder ein dickes Handtuch wickeln und mit Klebeband sichern. Nie lose in den Karton.
Kaffeemaschine, Mixer Wassertank leeren und trocknen, lose Teile abnehmen und einzeln wickeln, Kabel aufwickeln und festkleben.
Erbstücke, Sammelgeschirr Doppelt wickeln, in die Mitte des Kartons, ringsum Polster. Diese Kartons fahren im eigenen Auto mit.
Flaschen und Öle Deckel abschrauben, Frischhaltefolie drüber, Deckel wieder drauf, aufrecht in einen eigenen Karton.

Wie viele Kartons für die Küche?

Für einen Vier-Personen-Haushalt: drei bis vier Kartons nur für Geschirr und Gläser, dazu zwei bis drei für Töpfe, Vorräte und Kleinkram. Und denk daran — Geschirrkartons werden nur halb voll. Mehr dazu in Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Im Transporter

Geschirrkartons gehören nach oben, nie unter andere Kartons, und am besten dicht an eine Wand, damit sie nicht wandern können. Wie der Rest geladen wird, steht in Transporter richtig beladen.

Häufige Fragen

Wie packt man Teller für den Umzug ein?

Hochkant nebeneinander stellen, wie Schallplatten im Regal, jeden Teller einzeln in Papier gewickelt. Liegend gestapelt brechen sie beim ersten harten Absetzen.

Womit polstert man Geschirr, wenn kein Luftpolster da ist?

Geschirrtücher, T-Shirts, Handtücher und Bettzeug funktionieren genauso gut und müssen ohnehin mit. Zeitungspapier färbt ab — dann lieber unbedrucktes Packpapier.

Wie schwer darf ein Geschirrkarton sein?

Höchstens halb voll und maximal 20 kg. Geschirr ist der Karton, der am schnellsten zu schwer wird.

Umzug steht an? Die Kartons sind in 1–2 Werktagen da.